NAILS IN THE CITY – EINE CHANCE FÜR JUNGE MITARBEITERINNEN

Der 33-jährige Vietnamese Khoa Nguyen betreibt gemeinsam mit seiner Frau die Frankfurter Nagelstudios „Nails in the City“. Der Self-made-Mann ohne Berufs- und Schulabschluss ist eigentlich branchenfremd, aber dennoch erfolgreich. Er hat es verstanden, sich das erforderliche Know-how anzueignen. Sein Erfolgsrezept ist das Beobachten und Analysieren. Wo immer er vorher einen Job hatte – von McDonalds bis Lidl –, versuchte er die Erfolgsfaktoren zu erkennen und lernte, wie wichtig die strategische Personalführung ist.

Seit 2012 betreibt er sein eigenes Nagelstudio in der Stiftsstraße, Ende 2013 kam das zweite am Roßmarkt hinzu, das sich jetzt in der Erweiterungsphase befindet: Die sechste Etage ist im Umbau und eröffnet ganz neue Perspektiven. Etwa 24 Mitarbeiterinnen und acht Aushilfen beschäftigt Khoa Nguyen gegenwärtig. Die progressive Geschäftsentwicklung ist nur mit einer steigenden Zahl von Mitarbeiterinnen leistbar. Bei der Rekrutierung arbeitet er kontinuierlich, eng und erfolgreich mit dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Frankfurt zusammen. Dabei bevorzugt er Bewerbertage, um kosmetikaffine junge Damen, die sich für eine Tätigkeit als Nageldesignerin oder Fußpflegerin interessieren, gleich direkt kennenzulernen. Bei einem Probetag lernen sie dann das Arbeitsumfeld kennen und haben gute Einstellungschancen. „Nicht alle halten durch“, berichtet Khoa Nguyen, „wenn sie bleiben, investieren wir in ihre Ausbildung.“

Die Heranführung der Bewerberinnen an die Tätigkeit als Nageldesignerin geht über die normale Einarbeitung weit hinaus. Deshalb sind Eingliederungszuschüsse (EGZ) für „Nails in the City“ ein wichtiger Faktor bei der Personalgewinnung. Da Khoa Nguyen auch jungen Damen aus seinem Heimatland eine Beschäftigungschance gibt, nutzt er zusätzlich den Service der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit.