Auch Langzeitarbeitslosen eine Chance geben

Kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Jobcenter: Mömax Möbelmarkt in Bergen-Enkheim
Nargis Gul war die erste Jobcenterkundin, die Uwe Eschner mit einer Förderung nach dem Teilhabechancengesetz an Mömax vermittelt hat.
Nargis Gul war die erste Jobcenterkundin, die Uwe Eschner mit einer Förderung nach dem Teilhabechancengesetz an Mömax vermittelt hat. Am 12. Februar 2019, einen Monat nach Inkrafttreten des Gesetzes, hat sie ihre Arbeit aufgenommen und war damit einer der ersten Förderfälle überhaupt. Nach § 16i SGB II werden ihre vollen Lohnkosten in den ersten beiden Jahren vom Jobcenter übernommen.
Khaled Abdelkader ist als „Hausleiter“ für die Frankfurter Mömax-Niederlassung in der Borsigallee verantwortlich, einen von 80 Möbelmärkten dieser Marke. „Weitere Eröffnungen stehen bevor“, bemerkt Abdelkader mit einem gewissen Stolz auf seine Tätigkeit in der XXXLutz Handelsgruppe, zu der Mömax gehört. Die Unternehmensgruppe betreibt über 320 Einrichtungshäuser in 13 europäischen Ländern und beschäftigt mehr als 25.700 Mitarbeiter, davon rund 11.000 in Deutschland. Mit einem Jahresumsatz von 5,1 Mrd. Euro ist sie einer der größten Möbelhändler der Welt.

38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich der Aushilfen sind bei Mömax in Bergen-Enkheim derzeit beschäftigt, in Ausbildung sind fünf Nachwuchskräfte und zwei überbetriebliche Auszubildende. Bei der Personalrekrutierung arbeitet Khaled Abdelkader beständig mit dem Jobcenter Frankfurt zusammen und hat mit Uwe Eschner einen direkten Ansprechpartner im Arbeitgeberservice, der sich um seine Belange und Anforderungen kümmert. Im Mömax-Team arbeiten gegenwärtig fünf Jobcenterkundinnen und -kunden, die Uwe Eschner vermittelt hat. Er kennt die Anforderungen des Unternehmens für einen Einsatz im Lager bzw. im Verkauf und an der Kasse. Interessierte Bewerber haben dann die Möglichkeit, ihr Engagement, ihre Pünktlichkeit, ihre Sorgfalt und ihre Teamfähigkeit bei einem betrieblichen Praktikum unter Beweis zu stellen. „Eine Woche bzw. zehn Tage reichen dafür aus“, meint der Hausleiter. „Die Menschen brauchen oft jemanden, der ihnen eine Chance gibt.“ Diese Chance will Khaled Abdelkader auch Bewerberinnen und Bewerbern, die schon länger arbeitslos sind, geben. Die Förderleistungen des Jobcenters sind dabei ein wichtiges Instrument der (Wieder-)Eingliederung in die Arbeitswelt. Mömax nutzt die Möglichkeiten des Teilhabechancengesetzes, das die vollständige (§ 16i SBG II) oder teilweise Übernahme (§ 16e SGB II) der Lohnkosten für einen längeren Zeitraum vorsieht.

Khaled Abdelkader erinnert sich noch genau, wie er von den Fördermöglichkeiten erfuhr: Als er im Dezember 2018 die Leitung des Möbelmarktes in BergenEnkheim übernahm, gab es in einer Personalangelegenheit Regelungsbedarf mit dem Jobcenter. Uwe Eschner nutzte das Gespräch, um den Arbeitgeber sogleich auf das neue Teilhabechancengesetz hinzuweisen. Daraus entstand dann einer der ersten Förderfälle überhaupt: Nargis Gul konnte ihre Tätigkeit bei Mömax am 1. Februar 2019 beginnen und arbeitet bis heute in ihrem Job. Weitere geförderte Arbeitsaufnahmen folgten in einem kontinuierlichen Prozess der Zusammenarbeit. Das begleitende Coaching, das regelmäßig während der Laufzeit der Förderung im Haus stattfindet, hält Abdelkader für durchaus hilfreich, wie er anlässlich einer Besprechung mit Uwe Eschner und Jörg Röpke, dem für den Arbeitgeberservice zuständigen Bereichsleiter des Jobcenters, feststellte.
Als Bereichsleiter im Jobcenter Frankfurt ist Jörg Röpke für das Team „Arbeitgeberservice“ verantwortlich.
Als Bereichsleiter im Jobcenter Frankfurt ist Jörg Röpke (li.) für das Team „Arbeitgeberservice“ verantwortlich. Der Erfahrungsaustausch mit den Betrieben ist ihm wichtig. Gemeinsam mit Uwe Eschner (re.) lässt er sich von Mömax-Hausleiter Khaled Abdelkader (Mi.) über die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter informieren.
Khaled Abdelkader erinnert sich noch genau, wie er von den Fördermöglichkeiten erfuhr: Als er im Dezember 2018 die Leitung des Möbelmarktes in BergenEnkheim übernahm, gab es in einer Personalangelegenheit Regelungsbedarf mit dem Jobcenter. Uwe Eschner nutzte das Gespräch, um den Arbeitgeber sogleich auf das neue Teilhabechancengesetz hinzuweisen. Daraus entstand dann einer der ersten Förderfälle überhaupt: Nargis Gul konnte ihre Tätigkeit bei Mömax am 1. Februar 2019 beginnen und arbeitet bis heute in ihrem Job. Weitere geförderte Arbeitsaufnahmen folgten in einem kontinuierlichen Prozess der Zusammenarbeit. Das begleitende Coaching, das regelmäßig während der Laufzeit der Förderung im Haus stattfindet, hält Abdelkader für durchaus hilfreich, wie er anlässlich einer Besprechung mit Uwe Eschner und Jörg Röpke, dem für den Arbeitgeberservice zuständigen Bereichsleiter des Jobcenters, feststellte.

Mömax ist für Khaled Abdelkader selbst zur großen beruflichen Chance geworden. Der 35 Jahre alte Jordanier, in Frankfurt geboren und in Bonn aufgewachsen, hat das Abitur an einer arabischen Privatakademie erworben. Während der Wartezeit auf einen Studienplatz hat er in der Gastronomie und bei einem Lebensmitteldiscounter gejobbt und war auch zwei Jahre arbeitslos. Bei Mömax hatte er sich 2013 eigentlich als Restaurantleiter beworben, fand aber gleich den Einstieg als Verkäufer in der Eschborner Filiale und wurde 2015 Verkaufsleiter Möbel zur Neueröffnung in Wiesbaden. Seither ging es auf der Karriereleiter nach oben. Die Leitung des Frankfurter Möbelmarktes war für ihn eine Herausforderung, der er sich gestellt hat: Sein Markt ist heute eine der erfolgreichsten Niederlassungen und rangiert in vielen Firmenstatistiken auf den ersten fünf Plätzen. Aus dem coronabedingten Lock-down ist sie gestärkt hervorgegangen und hat jetzt ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet.