Magenheimer GmbH – Schwerpunkt Maler und Lackierer

Dirk Magenheimer beschäftigt 250 externe Mitarbeiter – Chancen für Arbeitslose

Arbeitnehmerüberlassung ist das Geschäft von Dirk Magenheimer. Der 40-Jährige hat seine Zeitarbeitsfirma Ende 2009 gegründet und beschäftigt gegenwärtig 15 interne Mitarbeiter, extern setzt er derzeit ungefähr 250 Leiharbeitskräfte in anderen Betrieben ein. Etwa die Hälfte von ihnen sind Maler und Lackierer. Hier hat die Magenheimer GmbH ihren Schwerpunkt und gilt in der Malerbranche der Region Frankfurt-RheinMain als einer der führenden Personaldienstleister. Den Service nutzen Ein-Mann-Betriebe, wenn sie temporär Unterstützung brauchen, genauso wie große Unternehmen zur Bewältigung von Aufträgen, die die Kapazitäten der Stammbelegschaft überschreiten. Lager/Logistik, Medizin/Pflege, Metall und Elektro/ Sanitär sind neben den Büroberufen die Bereiche, in denen Dirk Magenheimer aktiv ist.

Die Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Frankfurt und des Jobcenters Frankfurt am Main ist für Magenheimer die tragende Säule der Mitarbeiter-Rekrutierung. Harald Stegert hat in den vergangenen beiden Jahren, in denen er das Unternehmen betreut, 20 Arbeitslose aus dem Bereich des Jobcenters Frankfurt an Magenheimer vermittelt. Hinzu kommen aus dem vermittlungsorientierten Coaching der GPE weitere 39 Neueinstellungen von Jobcenter-Kunden seit 2015. Aus der laufenden intensiven Zusammenarbeit mit Silvia Skambraks von der Arbeitsagentur resultieren jährlich etwa 35 bis 40 Neueinstellungen. Für Dirk Magenheimer sind Arbeitsagentur und Jobcenter die erste Adresse bei der Personalsuche, nur bei den medizinischen und pflegerischen Berufen ist der Weg über Facebook erfolgreicher. Am Arbeitgeber-Service schätzt Magenheimer besonders die Zuverlässigkeit und Schnelligkeit der eingespielten kontinuierlichen Zusammenarbeit. Als effektiv hat es sich für ihn erwiesen, schon im Dezember Personal für das Frühjahrsgeschäft zu rekrutieren – „antizyklisch“, wenn andere Unternehmen Mitarbeiter freistellen.

Heinz Russlis, Marian Nitu und Jonel Ott sowie Harald Stegert vom  Arbeitgeber-Service des Jobcenters Frankfurt am Main und Firmenchef Dirk  Magenheimer (v.l.n.r.)
Heinz Russlis, Marian Nitu und Jonel Ott sowie Harald Stegert vom Arbeitgeber-Service des Jobcenters Frankfurt am Main und Firmenchef Dirk Magenheimer (v.l.n.r.)

Die Zeitarbeit ist für viele Menschen ein Weg aus der Arbeitslosigkeit und führt – wie Dirk Magenheimer mit Hinweis auf die Tarifbindung versichert – nicht in eine „prekäre Beschäftigung“ oder in den „Niedriglohnsektor“. Ein Beispiel ist der 53-jährige Heinz Russlis. 18 Jahre diente er als Schalterbeamter bei der Post, bis zum Jahr 2002. Malern konnte er, aber der Gesellenbrief fehlte. Über die Zeitarbeit konnte er seine Langzeitarbeitslosigkeit beenden und ist jetzt seit eineinhalb Jahren bei Magenheimer als Malerhelfer beschäftigt. In diesem Fall hat ein Eingliederungszuschuss geholfen.

Sein Kollege Marian Nitu (44) stammt aus Rumänien, hat in der Heimat das Malerhandwerk erlernt und besitzt den Gesellenbrief. Seit neun Jahren lebt er in Deutschland. Nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit wurde er im April 2016 bei Magenheimer eingestellt – erneut, denn er war zuvor schon einmal hier beschäftigt. Auf Leistungen des Jobcenters ist er seither nicht mehr angewiesen.

Schon seit fünf oder sechs Jahren ist der 29-jährige Jonel Ott bei Magenheimer beschäftigt und zählt damit zu den Mitarbeitern der ersten Stunde. Auch er ist ein gelernter Maler. Der Einsatz in der Zeitarbeit ist für ihn eine Möglichkeit, Geld zu verdienen, wenn er in seinem eigenen Hausmeisterservice nicht ausgelastet ist. Dieser phasenweise Einsatz klappt einwandfrei, wie er berichtet.

Für Dirk Magenheimer steht fest: „Zeitarbeit kann klappen, wenn wir daran denken, dass wir es mit Menschen zu tun haben, und wenn wir uns um sie kümmern.“ Arbeitskleidung, ein freundlicher Service in der Verwaltung, ein Sommerfest mit den Familien und vor allem ein offenes Ohr für persönliche Problemlagen sind für ihn die selbstverständlichen Elemente der Personalbindung in einem inhabergeführten mittelständischen Unternehmen.


Die Personaldisponenten Sarah Muzammil (li.) und Kevin Heerschlag (3.v.l.) sind bei Magenheimer für die Logistikbranche zuständig, für Elektro/Sanitär Mauricio Caruso (re.), der erste Personaldienstleistungskaufmann, den die Firma
Die Personaldisponenten Sarah Muzammil (li.) und Kevin Heerschlag (3.v.l.) sind bei Magenheimer für die Logistikbranche zuständig, für Elektro/Sanitär Mauricio Caruso (re.), der erste Personaldienstleistungskaufmann, den die Firma