Eingliederungszuschuss (EGZ) für Arbeitgebe

Eine Leistung des Jobcenters Frankfurt am Main bei erhöhtem Einarbeitungsbedarf

Arbeitgeber können zur Einstellung von Arbeitnehmern mit Vermittlungshemmnissen einen Eingliederungszuschuss (EGZ) gemäß §§ 88 ff. SGB III und § 131 SGB III beantragen, wenn deren Vermittlung wegen in der Person liegender Umstände erschwert ist. Die Förderdauer und die Förderhöhe richten sich nach dem Umfang einer Minderleistung des Arbeitnehmers und nach jeweiligen Eingliederungserfordernissen. Sie liegen im Ermessen des Jobcenters Frankfurt am Main und werden nach Einzelfallprüfung individuell festgelegt.

• Der Eingliederungszuschuss kann bis zu 50 Prozent des zu berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgeltes betragen. 
• Möglich ist eine Förderdauer von bis zu 12 Monaten.
• Grundlage ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis mit einer regelmäßigen Wochenarbeitszeit von mindestens 15 Stunden.
• Bei einem mit EGZ geförderten Arbeitsplatz ist eine Nachbeschäftigung analog zur Förderdauer einzuhalten. Eine Förderung wird ausgeschlossen, wenn Sie als Arbeitgeber ein bestehendes Arbeitsverhältnis beenden, um einen EGZ zu erhalten und/oder wenn Sie beabsichtigen, jemanden einzustellen, der innerhalb der letzten vier Jahre bereits mehr als drei Monate versicherungspflichtig bei Ihnen beschäftigt war.

Für EGZ sind berücksichtigungsfähig: 

• die vom Arbeitgeber regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelte, soweit sie tariflich oder ortsüblich sind, sowie
• der pauschalierte Anteil (20 %) des Arbeitgebers am Gesamt sozial versicherungsbeitrag.
• Darüber hinaus gibt es besondere attraktive Fördermöglichkeiten, z. B. für behinderte Menschen.
• Eingliederungszuschüsse sind teilweise zurückzuzahlen, wenn das Beschäftigungsverhältnis während des Förderzeitraums oder der Nachbeschäftigungszeit beendet wird. In begründeten Ausnahmefällen kann auf eine Rückzahlung verzichtet werden.

Beispiel einer EGZ-Förderung 50 Prozent für 12 Monate:

Ein Malerbetrieb möchte einen langzeitarbeitslosen 50-Jährigen in Vollzeit einstellen, der Minderleistungen am konkreten Arbeitsplatz aufweist und beim Jobcenter Frankfurt am Main leistungsberechtigt ist. Nach eingehender Prüfung wird einer EGZ-Förderung in Höhe von 50 Prozent für die maximale Dauer von 12 Monaten zugestimmt.

Bruttoarbeitsentgelt 2.100,00 Euro
AG-Anteil (20 %) am  Gesamtsozialversicherungsbeitrag 420,00 Euro
Berücksichtigungsfähiges Arbeitsentgelt  2.520,00 Euro
davon 50 % EGZ 1.260,00 Euro
Gesamtförderung in 12 Monaten 15.120,00 Euro

Wie muss ein Arbeitgeber vorgehen?

Wenden Sie sich zur Einzelfallklärung telefonisch oder schriftlich an den Arbeitgeber-Service des Jobcenters Frankfurt am Main. Anträge können formlos erfolgen unter Angabe der Beschäftigungsdaten an folgende Adresse:

Jobcenter Frankfurt am Main
Arbeitgeber-Service
Emil-von-Behring-Straße 10A
60439 Frankfurt am Main
jobcenter-frankfurt-am-main.arbeitgeberleistungen@jobcenter-ge.de

Direkte Ansprechpartner für Arbeitgeber:
Stefan Radtke, Tel. 069 / 597 68 262
Mehtap Cetin, Tel. 069 / 597 68 268
Beate Rehbein, Tel. 069 / 597 68 265
Klaus Pörings, Tel. 069 / 597 68 490

Diese Angaben sind nicht abschließend und bieten keine Gewähr auf die Bewilligung eines Zuschusses.
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