„Ausbildung jetzt 2019“ – Sonderprogramm des Jobcenters

Zahnarzt Dr. med. dent. Ibrahim Melhem

Das Jobcenter-Sonderprogramm „Ausbildung jetzt 2019“ ist auf Erfolgskurs. Arbeitgeber, die Frankfurter Auszubildende aus dem Betreuungsbereich des Jobcenters sozialversicherungspflichtig einstellen, können eine einmalige Förderung in Höhe von 7.000Euro erhalten.

Mit der Ausbildungsprämie sollen schwerpunktmäßig klein- und mittelständische Unternehmen angesprochen werden. Die Initiative richtet sich vor allem an Ausbildungssuchende unter 25 Jahren, möglich ist aber auch die Förderung von arbeitslosen jungen Erwachsenen nach Vollendung des 25. Lebensjahres. Für die Ausbildungsprämie 2019 gelten die folgenden Fördergrundsätze:

  • Der Antrag muss i. d. R. vor Beginn der Ausbildung bzw. Umschulung beim Jobcenter Frankfurt am Main gestellt werden. Die Bewerber/-innenmüssen vom Jobcenter Frankfurt am Main Leistungen beziehen und ihren Wohnsitz im Stadtgebiet Frankfurt am Main haben.
  • Diese Ermessensleistung wird Jugendlichen gewährt, deren berufliche Eingliederung aufgrund von Vermittlungshemmnissen erschwert ist (§ 16f SGB II).
  • Bestehende Ausbildungsförderungen im Landesförderprogramm Hessen über das Regierungspräsidium in Kassel sind von der Förderung ausgenommen.
  • Die Förderung ist ausgeschlossen, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft, miteinander verheiratet, ersten Grades verwandt oder verschwägert sind.
  • Die Förderung ist ferner ausgeschlossen, wenn die geförderte Person zuvor mindestens drei Monate sozialversicherungspflichtig im gleichen Unternehmen beschäftigt war.
  • Die einmalige pauschalierte Arbeitgeberförderung in Höhe von 7.000 Euro wird für die betriebliche Ausbildung oder Umschulung eines Arbeitslosengeld-II-Beziehenden gewährt.
  • Die Förderung ist einmalig und kann nicht verlängert oder erhöht werden.
  • Die Auszahlung erfolgt in einer Summe nach Vorlage der Anmeldung zur Sozialversicherung und des Ausbildungs- bzw. Umschulungsvertrages, frühestens jedoch nach Ablauf der ersten sechs Wochen.
  • Eine Rückforderung erfolgt anteilig und tagesgenau, wenn das Ausbildungs  oder Umschulungsverhältnis innerhalb von vier Monaten seit Vertragsbeginn aus Gründen, die nicht in der geförderten Person liegen, aufgelöst wird.
  • Die Bewilligung richtet sich nach der Reihenfolge des Eingangs der Anträge unter Maßgabe der verfügbaren Mittel.
  • Die Antragsfrist endet am 30. November 2019.
Eine erfolgreiche Vermittlung in Ausbildung: Christian Aakipogu vom Arbeitgeber-Service des Jugendjobcenters, die angehende Auszubildende zur zahnmedizinischenFachangestellten Elvan Dag und der Frankfurter Zahnarzt Dr. med.dent. Ibrahim Melhem (v. l. n. r.)

Best Practice


Der Frankfurter Zahnarzt Dr. med. dent. Ibrahim Melhem und die 19-jährige Elvan Dag sind ein gutes Beispiel, wie die Ausbildungsprämie funktioniert. Dr. Melhem – für seine Ausbildungserfolge von der Landeszahnärztekammer mehrfach ausgezeichnet – übermittelte dem Jugendjobcenter sein Ausbildungsplatzangebot für eine zahnmedizinische Fachangestellte. Auf den Stellenaushang wurde Elvan Dag aufmerksam, so dass Christian Aakipogu vom Arbeitgeber-Service des Jugendjobcenters ihr Interesse erkunden konnte. Im Gespräch überzeugte sie sofort, so dass er sie zusammen mit zwei anderen geeignet erscheinenden Bewerberinnen Dr. Melhem vorschlug. Auch der persönliche Eindruck im Vorstellungsgespräch öffnete der jungen Frau den Weg zunächst in ein betriebliches Praktikum („MAG“), bei dem sie ihre Teamfähigkeit, ihr Interesse, ihr Engagement und ihre Affinität zum Beruf zeigen konnte. Durch die Ausbildungsprämie gefördert, wird sie im Sommer 2019 ihre Ausbildung bei Dr. Melhem beginnen. Bis dahin arbeitet sie im Minijob in der Praxis und wird dadurch an die Ausbildung herangeführt und auf sie vorbereitet.

Wie muss ein Arbeitgeber vorgehen?

Wenn Sie einem Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, der Leistungen des Jobcenters Frankfurt am Main bezieht, die Möglichkeit einer Ausbildung oder betrieblichen Umschulung geben möchten, wenden Sie sich telefonisch oder per E-Mail an die zuständigen Ansprechpartner Christian Aakipogu und Aksiniya Wolf im Jobcenter Frankfurt am Main:

Jobcenter Frankfurt am Main
Arbeitgeber-Service im Jugendjobcenter Hainer Weg 44
60599 Frankfurt Tel. 069 / 597 69 218 und 069 / 597 69 254
E-Mail: Jobcenter-Frankfurt-am-Main.Jugendjobcenter-864@jobcenter-ge.de