Mit Maximalförderung zum Teilzeitjob

Ljiljana Maric, Arzthelferin mit Teilzeitjob
Ljiljana Maric, Arzthelferin mit Teilzeitjob
Gregor Reschke betreut im Jobcenter Frankfurt Menschen, die schon längere Zeit arbeitslos sind. Das ist jetzt die Aufgabe dieses erfahrenen Vermittlers im bewerberorientierten Arbeitgeberservice wie zuvor schon bei JobJump – einem Modellprojekt des Jobcenters, in dem neue Methoden der Vermittlung erprobt wurden. Zu den Bewerberinnen und Bewerbern, die Gregor Resche bereits im Projekt JobJump betreute, zählt Ljiljana Maric. Seit 2016 ist sie seine Kundin.

Dieser lange Atem hat jetzt zum Erfolg geführt: Die 39-jährige Mutter von zwei Kindern im Alter von 8 und 13 Jahren hat einen Teilzeitjob mit 20 Stunden Wochenarbeitszeit gefunden und damit eine achtjährige Arbeitslosigkeit beendet. Was zuvor nicht möglich war, ist jetzt mit Hilfe des Teilhabechancengesetzes gelungen. Mit ihrer langen Arbeitslosigkeit erfüllt sie die Fördervoraussetzungen nach § 16i SGB II – das sind mindestens fünf Jahre Alg-II-Bezugsdauer bei Erziehenden in den letzten sechs Jahren. Der Arbeitgeber erhält in den ersten beiden Jahren einen Lohnkostenzuschuss von 100 Prozent zuzüglich der pauschalierten Arbeitgeberanteile. Das war ein überzeugendes Argument für den Bornheimer Kinder- und Jugendarzt, bei dem Ljiljana Maric zuvor schon fünf Jahre einen Minijob hatte. Zum Jahresbeginn 2020 wurde dieser in eine Teilzeitbeschäftigung als Arzthelferin überführt. Beruf und Erziehungspflichten kann sie auf diese Weise gut in Einklang bringen.

Seit ihr Erziehungsurlaub im Jahr 2012 endete, war Ljiljana Maric beim Jobcenter Frankfurt arbeitslos gemeldet. Dass sie aus einer montenegrinischen Familie stammt, ist nur noch aus ihrem Namen zu vermuten. Sie hat in Frankfurt den Hauptschulabschluss erworben, dann bei einer Schmuckhandelskette die Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel erfolgreich absolviert und danach in ihrem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Weitere Berufserfahrung hat sie vor der Familienzeit als Luftsicherheitsassistentin und bei einer Versicherung erworben.

Der Name Maric steht in der Erfolgsbilanz von Gregor Reschke ziemlich weit oben: Er konnte auch Ljiljanas Schwester vermitteln. Sie hat jetzt einen Job als Make-up-Assistentin. Und den Bruder, der als Hauswirtschafter arbeiten kann. Drei erfolgreiche Integrationen und dreimal hat die Förderung durch das Teilhabechancengesetz zum Erfolg geführt.