Claudia Czernohorsky-Grüneberg
Claudia Czernohorsky-Grüneberg
Karl-Heinz Huth
Karl-Heinz Huth


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns über die anhaltend gute Konjunktur und den dynamischen Arbeitsmarkt. Jetzt gilt es, den Anforderungen der Wirtschaft so gerecht zu werden, dass ein Personalmangel und ein ungedeckter Fachkräftebedarf nicht zur Wachstumsbremse werden. Darin liegt gleichzeitig die Chance – und die Aufgabe! –, Menschen mitzunehmen, denen bisher der Zugang zur Beschäftigung erschwert war.

Bewerber, die längere Zeit arbeitslos waren, einzustellen, kann für ein Unternehmen, eine Institution, eine Verwaltung, einen Selbstständigen oder einen Angehörigen der freien Berufe einen erhöhten Einarbeitungsbedarf bedeuten. In diesem Fall können wir mit einem Eingliederungszuschuss (EGZ) einen finanziellen Ausgleich für anfängliche Minderleistungen schaffen. Das Jobcenter bietet darüber hinaus finanzielle Anreize für Betriebe bei der Umwandlung der geringfügigen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung („Minijob-Umwandlungsprämie“). Arbeitgeber, die einen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen aus dem Betreuungsbereich des Jobcenters Frankfurt ausbilden, können mit einer einmaligen Ausbildungsprämie gefördert werden.

All diese Förderangebote sind keine theoretischen Modelle, sondern betriebsnahe und wirksame Instrumente. Das zeigen die Best-PracticeBeispiele in dieser Ausgabe unseres Arbeitgebermagazins – die 61-jährige Rechtsanwaltsfachangestellte, der hochqualifizierte Dipl.-Biologe, die Servicekraft in einer „Bembelwirtschaft“, die Auszubildende einer Anwaltskanzlei, das Multitalent mit einem Vollzeitjob in einer Boulderhalle. Sie alle waren vorher Kundinnen und Kunden des Jobcenters und sind jetzt von Leistungen der Grundsicherung unabhängig.

Wenn Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräche für eine tragfähige Einstellungsentscheidung nicht ausreichen, empfehlen wir die Probearbeit. Bei dieser „Maßnahme bei einem Arbeitgeber“ (MAG) erkennen Sie auch einen eventuellen Qualifizierungsbedarf. Auch hier haben wir Fördermöglichkeiten. Es lohnt sich, die Beratung mit dem Arbeitgeber-Service zu suchen. Auch dafür gibt es zahlreiche Unternehmensbeispiele. In dieser Ausgabe berichten wir über eine inhabergeführte Zeitarbeitsfirma, für die der Arbeitgeber-Service die erste Adresse bei der Personalsuche ist. Für diesen Arbeitgeber sind Personalmangel und Fachkräftebedarf keine Wachstumsbremse.

Wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit oder deren Beginn, wenn Sie unsere Dienstleistung bisher noch nicht in Anspruch genommen haben.

Claudia Czernohorsky-Grüneberg
Geschäftsführerin des Jobcenters Frankfurt am Main

Karl-Heinz Huth
Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt